26. Mai 2018
Auf dem Trockendock kommt uns jeden Tag ein älterer Texaner besuchen, um sich ein Bild von dem gemachten Fortschritt des Motorenwechsels zu machen. Als er am dritten Tag bereits den neuen Backbordmotor im Motorraum vorfindet, traut er seinen Augen kaum. Wir würden wohl ohne Pause durcharbeiten, stellt er anerkennend in den Raum. In Texas hätten sie ein bestimmtes Wort für Menschen, die zu viel arbeiten und nie aufhören. Ob es in Deutschland auch eine Bezeichnung dafür gibt, fragt er uns....
19. Mai 2018
Die Organisation des Exports unserer Motoren verlief in Deutschland erstaunlich gut. Nicht zuletzt auf Grund der guten Zusammenarbeit mit der Spedition Schenker und der ausgezeichneten Infrastruktur Deutschlands. Das der schwierigste Part des Exports nach Ankunft des Containerschiffes in Panama (Colon) beginnen wird, davon konnten wir uns durch diverse Geschichten anderer Segler vorab ein Bild machen.
05. Mai 2018
Unsere alten Yanmar Motoren machen uns seit der Karibik Stress. Einer von Beiden zickt seit jeher immer rum und lässt uns in regelmäßigen Abständen im Stich. Als wir in Panama ankommen, springt der Backbordmotor gar nicht mehr an. Wir wechseln die Zylinderkopfdichtungen, den Anlasser, die Injektoren sowie die Filter mit Hilfe eines lokalen Mechanikers. Die Reparaturen ziehen sich durch die Unzuverlässigkeit des Mechanikers sowie die langen Lieferzeiten von Ersatzteilen hin. Als der...
24. April 2018
Auch das noch: wir wurden vom Blitz getroffen! Seitdem wir in Panama sind, treffen wir in sehr regelmäßigen Abständen Segler, die in Lindton, San Blas oder Portobelo vom Blitz getroffen wurden. Das Ausmaß des Blitzeinschlages ist bei den meisten Schiffen immens. GFK Bootsbesitzer berichten uns von Löchern im Rumpf, die beim Austreten des Blitzes entstanden sind. In so gut wie allen Fällen hat der Blitz die gesamte Bordelektronik zerlegt. Kaputte Navigationsinstrumente, kaputter...
08. März 2018
Neulich offenbarte mir eine Seglerbekanntschaft, dass sie die schönsten Ankerbuchten, in denen sie bisher war, auf gar keinen Fall weitererzählen würde. Das hätte schließlich nur zur Folge, dass mehr Segelschiffe dort aufschlagen würden. Nein, selbst Freunden würde sie ihre Lieblingsbuchten nicht verraten. Diese Aussage irritierte mich gewaltig. Ironischerweise hatte ich ihr nämlich gerade den Standort unserer absoluten Lieblingsbucht an der atlantischen Küste Panamas gegeben.
10. Januar 2018
Eigentlich hatten Birgit, die Betreiberin des Restaurants Casa Vela in Portobelo und ich uns einen ganz gerissenen Plan überlegt: Wir engagieren den 15-jährigen Pizzagehilfen des kurzfristig abhanden gekommenen Kochs der Casa Vela für einen Abend, damit er uns in die Geheimnisse des Pizzabackens einführt. Die Hinterlassenschaft des Kochs war nämlich ein ansehnlicher Pizzaofen sowie ein schöner hölzerner Pizzaschieber und diverse Pizzableche.
24. Dezember 2017
„Wo ist der Haken bei unserem spottgünstigen Mietauto“, fragen wir uns, als wir im besagten Auto Portobelo Richtung Panama City verlassen. Ja, was soll schon der Haken an einem Mietauto sein? Normalerweise fragt man sich so etwas schließlich nicht. Aber bei uns ist das mal wieder ganz anders als Normalweise...
12. Dezember 2017
Von der Panamericana, der längsten Straße der Welt, welche im äußersten Norden Alaskas beginnt und durch Nord-, Zentral- und Südamerika bis zum südlichsten Punkt Argentiniens führt, hat wahrscheinlich schon jeder mal gehört. Das dieser Highway jedoch nicht durchgängig verläuft – also, dass man gar nicht mit dem Auto die ganze Strecke durchfahren kann, weil die Straße zwischen Panama und Kolumbien unterbrochen ist - davon hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung...
03. Dezember 2017
Wir leben nun seit über einem halben Jahr im Portobelo Nationalpark. 34 846 Hektar umfasst das Naturschutzgebiet. 70 km Küste am karibischen Meer, naturbelassene Strände, Korallenriffe, Mangrovensümpfe, Lagunen, krokodilreiche Flüsse sowie extrem wenig oder gar nicht erschlossene bergige Landfläche samt tropischen Regenwaldbewuchs stehen seit 1976 unter Naturschutz. Wir erkunden über Monate hinweg die wilde, naturbelassene und recht unerschlossene panamesische Küste...
26. November 2017
Das finde ich zumindest. Ein wirklich geschichtsträchtiger Ort, an dem man sich wünscht ein Fernglas zu besitzen mit dem man zurück in die Vergangenheit schauen kann. Und zwar 400 Jahre zurück in die Zeit der Gold- und Silberbeutezüge der spanischen Kolonisatoren und der ausgeklügelten Piratenaktivitäten.

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