Fahrräder an Bord

Fahrräder mit an Bord zu haben ist super! Egal ob für Erkundungs-, längere Ausflugs- oder einfach nur kurze Einkaufstouren sind sie ein absoluter Vorteil und ein nicht zu unterschätzender Spaßfaktor.

Größere Strecken, insbesondere in der Hitze, sind mit Fahrrädern einfach am besten und mit wenig Anstrengung zurück zu legen. Ehrlich gesagt nutzen wir sie auch extrem häufig in Marinas, nur um auf dem Marinagelände von A nach B zu fahren.

 

Ursprünglich hatten wir ein Klappfahrrad (Penny Lane) und ein Elektrofahrrad (Grace) mit an Bord. Auf dem Weg konnten wir noch ein weiteres, von anderen Seglern zurückgelassenes, altes Klapprad (Easy) adoptieren, so dass wir nun die Möglichkeit haben, mit vier Leuten auf Fahrradtouren zu gehen.

Vier Leute? Ja, unser Elektrofahrrad haben wir so „umgebaut“, dass wir zu zweit fahren können, deswegen vier. Naja, umgebaut ist übertrieben. Wir haben einfach zwei Fußstützen angebaut, so dass man wirklich gut auf dem Gepäckträger mitfahren kann.Unser Elektrorad ist für uns quasi der Motorradersatz. Schließlich fahren wir mit bis zu 45km/h durch die Gegend. Autos und andere Radfahrer staunen in der Regel nicht schlecht, wenn wir zu zweit mit Vollgas an Ihnen vorbei-düsen.

 

Die lustigste Situation hatten wir auf Favignana, als wir mit dem Elektrorad eine wirklich steile Straße hoch auf einen Berg zu einer alten Burg gefahren sind. Die Steigung war so extrem, dass an der Straßenwendung ein paar Fußgänger und andere Fahrradfahrer pausiert haben. Als wir also an Ihnen zu zweit auf einem Fahrrad vorbeirasten, rief uns ein Mann hinterher: „Wie machst du das? Ist das etwa ein Elektrorad oder bist du wirklich Superman?“

Also, Fahrräder an Bord sind unserer Meinung nach eine echte Bereicherung... wenn da nicht ein Problem wäre... FEUCHTIGKEIT!!!!

Bei jedem Stopp, bei dem wir die Fahrräder aus den Segellagern holen, müssen wir Sie erst mal wieder komplett auf Vordermann bringen. Kette eingerostet, Handbremsen eingerostet, Lenker verzogen, Reifen platt usw. usf.

Leider wird der Rostbefall immer schlimmer und schlimmer. Man kann nichts dagegen tun.Es ist wirklich traurig und zermürbend zu sehen, wie die guten Gefährten langsam durchrosten. Leider werden wir daher, das adoptierte Klapprad in Kürze wahrscheinlich wieder zurück lassen. Es ist einfach schon zu verrostet, als dass es sich lohnt es zu reparieren.

 

Rest in Peace kleines Fahrrad. Mal sehen, wie lange unsere anderen                                                                                                                       beiden Fahrräder noch durchhalten.