Ankern in Menorcas Buchten

Am Morgen gehen wir schnorcheln und fahren dann gleich weiter die Südküste von Menorca entlang. Kurz vor der Dämmerung peilen wir eine Bucht zum Ankern an. Während wir den ganzen Tag mit gemütlichem Wind die Küste entlang gesegelt sind, steigt der Wind plötzlich auf über 20 Knoten an. Die erste Bucht die wir anpeilen verlassen wir schnellstmöglich wieder: zu ungeschützt, hohe Wellen klatschen an die Felswände. Ich werde beim Schließen der Luke vorne an Deck von einer dicken Welle geduscht. Schade, dabei sah die Bucht so schön aus. Weißer Strand und ein paar Reiter mit ihren Pferden. Am Strand reiten, wie wahnsinnig schön!

 

Naja, also peilen wir eine neue Bucht an. Dort steht bereits ein anderer Katamaran und er steht sensationell windgeschützt. Eh wir uns entschließen auch rein zu fahren, kommt plötzlich von unserer Backbordseite ein Segelschiff, rollt die Segel ein, motort in einem Affenzahn in die Bucht und stellt sich neben den Katamaran 😳

 

Okay, das war deutlich. Na gut, dann nehmen wir also eine andere Bucht. Hoffentlich wird es bei der nächsten was, schließlich wird es wirklich langsam dunkel und Wind und Wellen werden keinesfalls gemütlicher.

 

Die Bucht, die wir ansteuern ist von Außen gar nicht ersichtlich. Man sieht quasi nur eine kleine Einfahrt zwischen den steilen Felswänden. Aber ein paar Meter weiter drinnen offenbart sich eine komplett geschützte Bucht mit zwei weißen Sandstränden und sogar zwei Mooringtonnen. Wir sind zum Glück die Einzigen 👏.

 

Am Strand turnen ein paar Hippies und Jongleure. Wir machen uns an der Mooringtonnen fest und gehen solange es noch hell ist auf Erkundungstour. Wir sind mitten in einem Naturschutzgebiet mit Kilometer langem Wanderweg. Leider wird es schon nach 20 Minuten Zeit zurück aufs Schiff zu schwimmen. Dort genießen wir unsere heiße Outdoordusche und sind jetzt schon traurig, dass wir morgen bereits weiter nach Mallorca müssen. In zwei Tagen geht mein Flieger nach Hamburg.

 

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