Erstes Anlegemanöver in Cagliari/ Sardinien

Von Villasimius geht es nach Cagliari.

Leider müssen wir trotz Gegenwind losfahren. Der Autopilot ist nicht eigenständig zu reparieren, so dass wir nach Cagliari wollen, um dort einen Mechaniker zu beauftragen.Cagliari ist die Verwaltungshauptstadt Sardiniens und hat 180 000 Einwohner. Die Stadt hat somit voraussichtlich alles was wir momentan brauchen. Wie gesagt, einen Mechaniker, Nauticshops, Fahrradläden usw. Zudem soll Cagliari zu den schönsten Hafenstädten des Mittelmeerraumes zählen. So können wir die nötigen Reparaturen mit Sightseeing verbinden.

 

Wir kreuzen raus und fahren hart am Wind. So erlangen wir eine gute Geschwindigkeit. Der Wind dreht aber zunehmend, so dass er genau aus Richtung Cagliari kommt und wir kaum eine Chance haben mit dem Fahren von Wenden an unser Ziel zu kommen. Also, schon, aber dann halt erst in 11 Stunden. Haha, 11 Stunden für 12 Seemeilen. Man stellt sich nur mal vor, man wäre an Land auf ein Fortbewegungsmittel angewiesen, dass von einer Naturgewalt abhängig ist.

 

Ein paar Stunden und ein paar Wenden später, schmeißen wir den Motor an. Leider hören wir von sehr vielen Seglern, dass man im Mittelmeer oft das Gefühl hat, man sei eher mit einem Motorboot unterwegs, als mit einem Segelschiff.

 

Vor Ankunft kontaktieren wir den Hafen per Telefon und per Funk und fragen nach einem Liegeplatz sowie nach Hilfe beim Anlegen. Ich bin ziemlich nervös: Das erste Mal zu Zweit im Hafen anlegen. Und das bei um die 20 Knoten Wind.

Seile werden zurecht gelegt und mögliche Eventualitäten durchgesprochen. An der Hafeneinfahrt wartet bereits ein Mann im blauen T-Shirt und lotst uns zu unserem Liegeplatz. Zum Glück ist es ein Platz kurz hinter der Hafeneinfahrt am Ende des Anlegestegs. Wir haben nur an einer Seite ein Boot neben uns und der Wind und die Wellen stehen so, dass sie uns vom Steg wegdrücken.Sven motort exzellent in die Lücke, ich werfe die Seile zum netten Mann im blauen T-Shirt, belege die Festmacherseile auf den Klampen und widme mich dann zusammen mit Sven den Muringleinen. Fest! Wunderbar. Das hat echt mal gut geklappt. Ich bin richtig happy!!

 

Nun heißt es für die nächsten Tage wieder: Strom und Wasser im Überfluss. Hau die Stereoanlage an und schmeiß die Waschmaschine an. Yippie.J

 

Die nächsten Tage bestehen aus: Dingi flicken, Fahrräder aufmotzen, dafür in der Stadt den nächsten Fahrradladen auskundschaften, Sightseeing, joggen, putzen, Hamsterlebensmitteleinkäufe machen, wasserfeste Rücksäcke und Neoprenshirts kaufen und LOST gucken J

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