Erste Nachtfahrt zu der Insel Favignana

 Sven ist schon richtig gut mit Segel trimmen und optimieren, damit wir gut fahren. In der Nacht hatten wir dann teilweise Wind über 20 Knoten und viele Tanker haben uns überholt. Das ist vielleicht imposant, wenn so ein Riesending an einem vorbei fährt. Man fühlt sich plötzlich ganz klein. Vor uns war zudem ein Gewitter, aber das war ganz weit weg, so dass wir nur die kontinuierlichen Blitze als Begleitung am Horizont hatten. Viele Sternschnuppen gab es natürlich auch.

Alles in allem war es eine sehr gute erste Nachtfahrt. Nur echt kalt ist es hier nachts im Wind und klamm. Da freuen wir uns schon auf die trocken heißen Nächte in der Karibik.

 

Morgens um 5 Uhr sind wir in der Bucht angekommen und waren ganz entsetzt, dass schon drei Segelboote da waren. Zudem gab es Mooringlines, an denen man sich festmacht. Das sind quasi Bojen, durch die man ein Seil zieht, dass man am Boot wieder fest macht. Darauf waren wir gar nicht vorbereitet und wussten nun auch nicht, ob man trotzdem Ankern darf. Sven ist durch die Übermüdung sehr hektisch geworden, aber wir haben alles dann doch gut hinbekommen. Bzw. das Beste an der Sache ist eigentlich, dass wir wieder was gelernt haben und so beim nächsten Mal alles locker machen können.

 

Naja, nach 4 Stunden schlafen, hieß es dann: mal gucken, wo wir hier überhaupt sind. Im Dunkeln sieht man das ja gar nicht. Und was sehen wir: ETLICHE Boote um uns rum, teilweise riesige Fähren mit über 50 Menschen, die Baden und viel quasseln. Haha, und wir waren über drei Boote bei Ankunft entsetzt.

 

Auch die Steilküste ist voll mit Menschen. Auf jedem Felsen liegen sie.

 

Von der Steilküste werden Steine abgetragen, um die Häuser hier in der Gegend zu bauen, so dass überall Riesenkatakomben entstanden sind durch die man durch gehen kann. Echt witzig und einen guten Spaziergang wert.

 

Die Inseln hier sind übrigens das größte Naturschutzgebiet Europas!!! Wahnsinn! Das Wasser ist soooo klar, dass man zehn Meter tief schauen kann. 

 

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