It’s Cowboy Time

Die zweite Etappe war wirklich sehr spannend: wir hatten wieder Gegenwind mit bis zu 23 Knoten Geschwindigkeit. Das heißt also raus kreuzen, damit wir überhaupt irgendwie nach Westen Segeln können. In der Segelliteratur werden diese Bedingungen als die schwierigsten Segelbedingungen beschrieben und viele sagen sogar, man kann gar nicht mit 50 Grad am Wind Segeln.

Mmh, dafür lief es bei uns wirklich super! Wir hatten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 5 Knoten und sind sogar bis zu 8 Knoten schnell gewesen. Wahnsinn!!! Das hat die Wellen ordentlich über den Bug Rollen lassen. Nächste Härteprobe: sind alle Fenster und Schotten dicht?

 

An ein zwei Dichtungen müssen wir noch etwas machen. Aber im Großen und Ganzen: Härtetest bestanden. Ansonsten sind wir mit Großsegel und Genua gesegelt und es hat sehr gut funktioniert. Die Handgriffe werden schon immer sicherer.

 

Gegen Abend haben Mike und ich uns vorne in die Spitzen der Rümpfe gesetzt und uns in der privaten Achterbahn köstlich amüsiert. Die Rümpfe gehen teilweise 1,5 Meter runter und wieder hoch, natürlich mit vollen Wellenladungen. Das ist vielleicht ein tolles Gefühl!!! Und als ob das nicht schon toll genug ist, taucht plötzlich genau vor uns ein Delfin auf und schwimmt ein paar Runden mit uns! Ich hatte soooo Gänsehaut. Es war ein riiiiesen Delfin. So einen großen habe ich wirklich noch nie gesehen.

 

Gegen 19 Uhr sind wir in der neuen Bucht angekommen. Zum Glück eine windgeschützte Bucht und wir können zum Strand schwimmen. Aber wir waren alle soooooo kaputt, dass wir nach dem Abendessen um 22 Uhr todmüde ins Bett gefallen sind.

 

Also insgesamt kann ich nur sagen, dass die zwei Wochen jetzt schon sooo viel Abenteuer und Spaß gebracht haben, dass ich glaube, diese Weltreise wird eine echte Reizüberflutung werden. Im positiven Sinn! Wow, dieser Tag, an dem ich sagen kann: "Ich habe die Welt umrundet!" … bekomme eine Gänsehaut wenn ich daran denke.

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